12.03.06 22:00 Alter: 4 Jahre
Von: Carola
Bericht:
"Vampirismus" als D/S Rollenspiel
Regionalgruppe Bochum am Sonntag den 12.03.2006
Am Sonntag, den 12. März trafen sich in den Räumen der OASE in Bochum Querenburg dreizehn Interessierte, um sich von Jörg, unserem Teamer, in die Welt der Vampirrollenspiele einführen zu lassen. Mit einem dicken Regelwerk bepackt war Jörg gut gewappnet, um auf Fragen jeder Art eingehen zu können. Und die Fragen kamen...
Zum Einstieg in die Runde erinnerte Jörg an einige bekannte Vampirfilme wie zum Beispiel „Interview mit einem Vampir“ nach einer Romanvorlage von Anne Rice oder die „Dracula“ Verfilmung mit Winona Ryder, Keanu Reeves und Gary Oldman nach dem Roman von Bram Stoker.
Das Regelwerk, mit dem die Rollenspielgemeinde „arbeitet“, ist das Buch: „Vampire – die Maskerade“. In ihm finden sich Regeln und Begriffsbestimmungen, wie zum Beispiel: Was ist ein Ghul?
Ein Ghul ist ein „Vampirdiener“ der durch dreimaliges Trinken von Vampirblut (ohne selbst gebissen worden zu sein) in einer künstlichen Liebe dem Vampir verfallen ist. Hier ist auch schon die erste D/S-Spielart, der Vampir ist der dominante Part, der Ghul der submissive. Das Bluttrinken wird entweder nur „gespielt“, durch Kirsch-/Traubensaft oder Wein „simuliert“ oder mit echtem Blut zelebriert. Die Variante, mit Vampir und Ghul zu spielen, eröffnet eine größere Spielwelt, da beim nächsten Treffen darauf aufgebaut werden kann.
Eine Variante für eine einmalige Session ist einfach: „Vampir beißt Opfer, Opfer wird zum Vampir“ (kann zum Beipiel in einem dunklen Park gespielt werden) Der frisch gebissene Vampir kann dann im Weiteren noch in die Welt der Vampire eingeführt werden.
Live-Rollenspiele werden häufig zu zweit gespielt, können aber auch in Gruppen gespielt werden. Gespielt wird im Dunkeln (auch wenn Ghuls im Hellen unterwegs sein können).
Es gibt 13 Clans mit jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten und Charaktermerkmalen. Der Clan Lasombre kann z. B. hypnotisieren, Schatten erzeugen und hat kein Spiegelbild.
Es gibt (z.B.) Gruppen in Bochum, Recklinghausen und Dortmund. Meistens spielen die Gruppen untereinander, aber es kommt auch schon mal zu Treffen. In der Praxis denkt sich die Spielleitung einen Handlungsverlauf aus. Zum Beispiel: Vampirjäger überfallen eine Gruppe Vampire. Eigenschaften werden vorher definiert, dementsprechend entwickelt sich das Spiel.
Jörg führte uns mit großer Geduld in die Welt der Vampire ein und beantwortete unseren Wissensdurst sachkundig. Auch die Abgrenzung, wie man nun einen Vampir „erledigen“ kann und wie einen Werwolf blieb nicht unbeantwortet. Eine Frage beschäftigte uns noch: „Können Vampire griechisch essen gehen?“ Jörg gab uns für Zuhause ein selbstgeschriebene Geschichte mit, und wir konnten uns nur herzlich für seine gute Einführung in ein Thema bedanken, das uns doch allen sehr fremd war.
Carola
für die RG Bochum